Dienstag, 27. Oktober 2015

Sew a Smile

Bereits vor einigen Wochen hat sich auf Facebook die Gruppe Sew A Smile gegründet und ist seit dem sehr rasant gewachsen. 
Seit Tagen und Wochen kommen Menschen nach Deutschland, die vor unhaltbaren Zuständen in ihrer Heimat fliehen. Während ihrer Flucht verlieren diese Menschen oft alles. Die Spendenbereitschaft ist groß, jedoch fehlt es vielerorts an Taschen und Rucksäcken um die gespendeten Dinge zu transportieren. An genau diesem Punkt setzt Sew A Smile an - es werden Beutel mit Kordelzug genäht und an die jeweiligen Einrichtungen weitergegeben, gefüllt oder auch ohne Inhalt. 
Nici vom Blog bunyara hat eine Anleitung dazu geschrieben - die ist gnadenlos simpel und lässt sich auch mit wenig Näherfahrung ganz einfach nachmachen. Mittlerweile gibts es auch ein Videotutorial dazu. An dieser  Stelle  nochmal vielen  Dank dafür!
Das Internet ist schnell - es gibt viele regionale Untergruppen und Verteilstationen, große und kleine Händler beteiligen sich mit Stoff- und Kordelspenden. Wer mehr wissen mag, oder sich beteiligen möchte schaut mal hier. Ich habe von Alles für Selbermacher, die sich übrigens mit einem beeindruckenden Engagement an der Aktion beteiligen, eine Kordelspende für die Beutel bekommen, was super war, weil mein Vorrat an Paracord recht schnell zur Neige ging.



Wer sich ebenfalls an die Nähmaschine setzen mag, ich habe für Sew A Smile Anhänger zum Ausdrucken entworfen, die könnt ihr euch hier gerne runterladen. 



Ich habe mich bereits im September an die Nähmaschine gesetzt und einen Schwung Beutel genäht. Auf unserem Sommer-Ende-Fest gab es für unsere Gäste eine Nähstation und die Möglichkeit die Beutel mit Hygienematerial zu befüllen. An diesem Wochenende sind dann auch nochmal Beutel entstanden. 
Mittlerweile sind die insgesamt 38 fertig befüllten Beutel und ein paar Stiftemäppchen inklusive Inhalt aus meinem Fundus in Dresden gelandet und wurden in einer der Erstaufnahmeeinrichtungen verteilt. 






Und ja, es sind materielle Dinge, Sachen die nichts an der politischen Situation ändern werden, die keine Leben retten und nur ein Tropfen auf den heißen Stein sind - aber sie können im Einzelfall den Alltag hier vielleicht etwas erträglicher machen. Und persönlich finde ich die Idee nicht nur abgelegte und aussortierte, sondern neue und individuelle Dinge zu geben eine schöne und wertschätzende Geste!





Vielen Dank für die Unterstützung beim Nähen, die Spenden für die Füllung der Beutel und die lieben Worte!

Liebe Grüße,

Fini. 

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