Sonntag, 23. Oktober 2016

Eine Garderobe aus dem Baumarkt

Wir haben ein Platzproblem. Grundsätzlich immer. Aber jetzt tatsächlich ein sehr eigenwilliges: macht man die Haustür auf, steht man in unserer Küche. Das ist gerade so und wird sich auch erstmal nicht ändern. Eine Küche in einen Raum mit insgesamt vier Türen, davon einer Doppeltür, zu bauen hat uns bereits vor eine ganz schöne Herausforderung gestellt. Dieses Problem ist mittlerweile recht zufriedenstellend gelöst - vielleicht schaffe ich es demnächst auch mal euch Küchenbilder zu zeigen. 

Das nächste Problem, das sich stellte: wo hin mit Jacken, Schals und Mützen im quasi nicht vorhandenen Eingangsbereich? In die Spüle legen oder an den Kühlschrank hängen ist vielleicht eher nicht so schick. Es blieben ca. 30 cm Wand für den Bau einer Garderobe - klar hätte man da jetzt auch einfach eine Hakenleiste anbringen können. Wollten wir aber nicht. 
Bei meiner Garderobenrecherche bin ich auf Y-Stücke aus Messing gestoßen, ich hätte ja eigentlich lieber Kupfer gehabt, aber da gabs leider nichts Passendes. Gefunden hab ich die Teile im Onlinebaumarkt, eigentlich sind das nämlich Schlauchverbinder. 


Die Konstruktion erklärt sich mehr oder weniger von selbst: zwei an die Wand geschraubte Holzleisten mit Ösen versehen, Paracord (eigentlich Material aus dem Fallschirmspringerbereich, das ich schon lange für Turnbeutel benutze) durchgefädelt und zwischen den Ösen die Y-Stücke aufgefummelt. Der Paracord ist mit ordentlich Zug an der ersten und letzten Öse verknotet - durch die Spannung des Seils rutschen die Y-Stücke nicht mehr nach unten und kippen auch nicht. Das hält erstaunlich gut, sogar besser als ich mir das eigentlich vorgestellt habe - sogar schwere Winterjacken kann man aufhängen. Yuhu und das freut mich sehr! Kein Chaos mehr beim reinkommen, und ich finds mega stylisch und seh' das vor meinem geistigen Auge schon in 2 Meter Länge mit größeren Abständen in unserem zukünftigen Flur. Leider lässt sich die Ecke nur so semi gut fotografieren - in echt sieht das nämlich noch viel schicker aus! 


Wer mir auf Instagram folgt hat vermutlich schon festgestellt, dass bei mir im Moment eher Baustelle als Nähen angesagt ist. Das liegt daran, dass wir umgezogen sind und uns ganz spießig ein "Eigenheim" auf dem Dorf zugelegt haben - das klingt ganz schön gruselig, ist aber super schön. Gerade ist eines der beiden Gebäude bewohnbar - und da wohnen wir jetzt auch- , das andere schreit ganz laut: "Kernsanierung!" und wird vermutlich für die nächsten Jahre unser großes Baby sein. 

Einen schönen Sonntag euch noch, 

Fini. 


1 Kommentar:

  1. Hej, lässige Idee!! Danke dafür! Ich glaub das könnt ich bei uns auch anwenden. :-)
    Liegrüs
    alina

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